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7.10.2022 : 10:26 : +0200

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Zu Besuch bei Freunden - wie Musik verbindet!

Am 6. Januar 2018 durften wir zusammen mit unseren langjährigen Freunden vom Musikverein Wiesenbach e.V., die dieses Jahr ihr 150jähriges Bestehen feiern, deren Jahreskonzert gestalten.

Abschlussmarsch "Salemonia" beim Doppelkonzert des Musikvereins Wiesenbach e.V. im Januar 2018 im Saal des Gasthofs Adler in Wiesenbach. Dirigiert von Peter Weilbach und vorgetragen vom Musikverein Wiesenbach und dem Musikverein Ehningen.

(mm) Nachdem unser Musiker und Busfahrer Kurt Keller das komplette Inventar und Personal zuverlässig nach Wiesenbach kutschiert hatte, wurden wir mit sehr viel Gastfreundschaft vom Wiesenbacher Vorsitzenden Florian Mändle und seinem Team begrüßt. Die Stärkung in Form von belegten Brötchen, Kuchen, kalten und warmen Getränken kam vor dem herausfordernden Konzertabend sehr gelegen. 

 

Im ersten Teil des Konzertes hatten wir unter der Leitung von Thorsten Feisthammel auf der Bühne Platz genommen. Arioso von Klaus-Peter Bruchmann, im klassischen Sinne ein kurzes, jedoch sehr ausdrucksvolles, Gesangstück, wurde vom konzentrierten Orchester eindrucksvoll vorgetragen. Die Vertonung der zehn Jahre dauernden Irrfahrten des Odysseus im Krieg der Griechen gegen Troja in dem Stück Return to Ithaca von Kees Vlak stellte den Höhepunkt des Konzertes der Ehninger dar. Mit den Solistinnen Nathalie Nesselhauf und Gudrun Schmidt, jeweils an der Klarinette, zauberte der Ehninger Musikverein ein abwechslungsreiches Konzertstück in den großen Saal des Gasthauses Adler. Egal ob harmonische Klänge, Soloeinlagen oder Kampfschreie, die Musiker meisterten jede Herausforderung. Weiter ging es mit einer musikalischen Reise in die Welt von Walt Disneys Aladdin. Eines der bekanntesten Werke, A Whole New World, vorgetragen durch das Orchester mit den Solisten Anja Pflieger am Alt-Saxophon und Philipp Jarosch an der Trompete, wurde mit lautem Beifall gewürdigt. Natürlich durfte auch ein modernes Pop-Stück nicht fehlen. Mit dem Medley Michael Jackson: King of Pop, arrangiert von Frank Bernaerts, präsentierte das Orchester die Welthits Thriller, Heal the World, Billi Jean, Earth Song und Beat It. Mit der Polka „Für Nele Sophie“ von Thorsten Feisthammel, dem Konzertmarsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg und der Zugabe „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger rundete das Ehninger Orchester den ersten Teil des Konzertes auf traditionelle Art und Weise ab.

 

Mit „Adventure“ von Markus Götz begannen die Wiesenbacher Musiker den zweiten Teil des Konzerts. Das nächste Werk, ebenfalls aus der Feder von Markus Götz, befasste sich mit der Bundschuh – Bewegung zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Deren Anführer Joß Fritz, gleichzeitig Namensgeber für diesen Titel, war damals eine der zentralen Figuren des Aufstandes der Bauern gegen die Obrigkeit. Ein weiteres historisches Großereignis war das Thema des nächsten Titels. Genauer gesagt befasst es sich mit dem Untergang der Stadt Pompeji durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv  im Jahr 79 n.Chr.. Die Dramaturgie dieser Katastrophe wurde von Mario Bürki perfekt umgesetzt und beeindruckend vom Musikverein Wiesenbach vorgetragen. Träumerisch ging es mit der Pop – Ballade „My Dream“ von Peter Leitner weiter. Der intensiven Probenarbeit von Dirigent Peter Weilbach war es geschuldet, dass das Orchester und der Solist am Flügelhorn mit viel Beifall honoriert wurden. Was für die Wissenschaft noch in weiter Ferne liegt, ist den Musikern beim nächsten Werk gelungen: eine Zeitreise in die Vergangenheit. Besser gesagt in die 80er Jahre. Wer kennt sie nicht, die Klassiker aus dieser Zeit. In einer Komposition von Thiemo Kraas sind die Titel „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich“, „1000 und 1 Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock me Amadeus“ perfekt arrangiert. Das Orchester hat mit Sicherheit für nostalgische Gefühle beim Publikum gesorgt. Der traditionelle Konzertmarsch „Alpenwelt“ von Anton Ulbrich bildete den Abschluss des zweiten Teils des Konzertabends.

 

Getreu dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“, versammelten sich beiden Orchester nun auf der immer kleiner erscheinenden Bühne. Unter der Regie des Wiesenbacher Dirigenten Peter Weilbach beendeten beide Musikvereine das Konzert mit dem Marsch „Salemonia“ von Kurt Gäble. Für uns war das ein schönes Erlebnis, das noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Die lange Reise (wir sind um 14 Uhr losgefahren und waren erst um 3 Uhr in der Nacht zurück) und die intensive Vorbereitung haben sich sowohl aus musikalischer wie auch aus kameradschaftlicher Sicht gelohnt. Einen großen Anteil an dem durchweg positiven Resümee haben letztendlich unsere Freunde des Musikvereins Wiesenbach.

 

Wir laden Sie daher schon heute ganz herzlich zum Doppelkonzert am 14. April in die Ehninger Festhalle ein – beeindrucken Sie sich selbst von den tollen Klängen!