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7.10.2022 : 11:14 : +0200

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Musikverein stellte sein Können unter Beweis

EHNINGEN - Im nächsten Frühjahr beim Wertungsspiel in Renningen trachtet der Musikverein Ehningen nach Oberstufen-Meriten. Seine Reife stellte er am Samstag bei einem Konzert vor gut 400 Zuhörern in der Turn- und Festhalle unter Beweis.

"Wir wollen unser Leistungs-Niveau musikalisch-gepflegt anstreben und festigen", sagte Musik-Direktor Franz Watz, der in Ehningen schon seit 22 Jahren musikalische Aufbau- und Erziehungsarbeit leistet. Und daß er damit auf dem richtigen Weg ist, beweist die stattliche Musikantenschar, um die Ehningens Blaskapelle vielfach beneidet wird: Allein im Jugendbereich über fas t 40 Talente, und bei den Aktiven säumen über 70 Bläser - darunter viele Frauen und Mädchen - das Dirigentenpult.

 

Wenn auch der Trend immer mehr zu englisch-amerikanischer Literatur hinführe - in Ehningen komme auch das breitgefächerte Programm mit eigenem Kulturgut nicht zu kurz, fügte MV-Chef Karl Barth seinen Grußworten an, die besonders auch Bürgermeister Hans Heinzmann, den Abgeordneten der befreundeten Harmonie Oberrieden/Züricher See und den örtlichen Vereinsvertretern galten.

 

Danach überraschte erst die von Kathrin Schneider dirigierte Nachwuchsschar mit der Eröffnungsmusik, der italienischen Volksweise "Tiritomba", und dem aufs bevorstehende Fest einstimmenden "Let us break bread", so brillierten die Aktiven hinterher durchweg mit konzertanten Köstlichkeiten. Stimmungsvoll und voluminös war gleich das Arrangement des einstigen Konzertpianisten Grainger mit dem Titel "Irsih Tune from Country Derry" und dem sehr anspruchsvollen "Shepherds Hey". Klänge vom Broadway ertönten bei der "New York Overture" von Kees Vlak, einem Zehn-Minuten-Stück, das bei ständigem Rhythmus-Wechsel viel musikalisches Einfühlungsvermögen voraussetzt. Dem Dirigenten der Südtrioler Bürgerwache St. Michael, Gottfried Veit, gewidment war das "Schloß Tirol", eine nur scheinbar einfache Komposition, die aber Tücken zuhauf für Hörner und Klarinetten aufwies, wie es die locker durchs Programm führende Ulla Stockert richtig deutete.

 

Freunde beliebter Blasmusik waren im zweiten Teil in ihrem Element, als der umsichtig leitende und stets den Blick aufs Detail richtende Franz Watz eigene Arrangements ins Programm schob, so den Einzug zum Opernball oder das Porträt von Jaromir Vejvoda, in dem die "Rosamunde" und etliche andere Ohrwürmer versteckt waren. Und bevor es mit dem obligaten Marsch langsam zu Ende ging, ertönten noch Wolfgang Petrys Golden Hits, "die uns am meisten überraschten", wie Ulla Stockert bekannte, als sie sich an jenen Tag erinnerte, an dem der Dirigent die Noten dafür verteilte.

 

Zugaben beschlossen das vielbeklatschte Konzert. Darin eingebettet war auch eine Ehrungsrunde verdienter Mitglieder. So wurden Alfred Benz, Michael Gerner, Fritz Klein, Fritz Nüssle, Sepp Palesch, Johann Roth und Wilhelm Sichler zu Ehrenmitgliedern ernannt. Manfred Grohmann und Horst Mornhinweg bekamen für 30jährige aktive Mitgliedschaft die Verbandsehrennadel in Gold. Bronze gab es für Sandra Keller und Bernhard Friedrich, die zehn Jahre aktiv mitmachen.