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7.10.2022 : 12:19 : +0200

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Turn- und Festhalle wird teilsaniert

Nicht nur farbliche Auffrischung

Bild: MVE

EHNINGEN - Mit 25 Jahren kommen nicht nur Privathäusle ins Reparatur-Alter. Auch die Ehninger Turn- und Festhalle braucht die Handwerker. Der Gemeinderat hat jetzt nicht nur das Farbkonzept abgesegnet.

Ausgearbeitet und vollmundig vorgetragen hat am Dienstag Prof. Schlegel (Stuttgart) sein Farbleitsystem für die Halle. Oberstes Ziel: mehr Licht, Helligkeit. Hölzer und Sichtbeton seien im letzten Vierteljahrhundert kräftig abgedunkelt. Folge: Alles ist etwas düster, irgendwo bedrängend, dumpf.

Schlegel will gleichwohl vorsichtig vorgehen und den seinerzeitigen Grundsatz der Werkstoffsichtigkeit bewahren. Heißt: Die Maserung der Hölzer soll weiter unter heller Lasur sichtbar sein. "Mit appetitlicher, freundlicher, leichter", umriß Prof. Schlegel die Wirkung.

Doch nicht nur frische Farbe soll die Halle attraktivieren. Auch soll ein neuer textiler Prallschutz an den Stirnseiten zweierlei erreichen: Ball- und Körper-Aufprall abmildern und die Akustik der Veranstaltungs- und Sportarena verbessern.

Den Wunsch der Kammerer-Schule, an einer Stelle in der Halle eine Kletterwand einzurichten, hat das Gremium indes abgelehnt. Karl-Heinz Barth (Allgemeine Bürgerschaft): Das paßt da überhaupt nicht rein und ist eine Modeerscheinung. Freilich könnte sich der Bürgermeister vorstellen, daß die Schüler an der Hallen-Außenfassade hochkraxeln (wie in Böblingen im Schulzentrum Stockbrünnele).

Auch ein Raumteiler (40000 Mark), den manche Vereine für mehr Gemütlichkeit angeregt hatten, wurde kategorisch abgelehnt. Und weil das Stuhlmobiliar noch zehn Jahre überstehen könne, wird es nicht erneuert - harte Holzsitzflächen hin oder her. Immerhin würden 900 gepolsterte Stühle rund 125000 Mark kosten, wären dann auch empfindlicher und weniger gut stapelbar.

Auch die 100000 Mark, die ein Regieraum verschlingen würde, müßte man ihn neu erschaffen, machen dem Rat Bauchschmerzen. Deshalb will man nun gucken, ob eine Ecke im Hallenbad-Vorbereich als Regieraum genutzt werden könnte.

Gute Aussichten dürfte das Ansinnen nach einem elektrisch betriebenen Kulissenvorhang haben. Denn wenn die Leute von Hand ziehen, gibt eher die Führungsrolle nach als die, so Hans Heinzmann über öfters teure Reparaturkosten. Ohne Stühle und Regieraum schätzt man die Sanierungskosten grob auf 313000 Mark, davon 60000 Mark für die Farbgestaltung. Die Maler sollen in den Schulferien anrücken. "Anders geht's angesichts der Belegung gar nicht", so Ulrich Schäfer von der Bauverwaltung.

Weil mit einer geschätzten Million Mark zu teuer, lehnte das Orts-Parlament einen separaten Saalanbau an der Westseite der Schloßstuben ebenfalls ab. Doch der Saalbedarf in Ehningen sei da, zitierte Heinz Held (SPD) seinen Jahrgang: "Wir sind 60 Leute und müssen zum Feiern nach Böblingen."

Auch aus dem Hallen-Foyer werde man nie eine rechte Gaststätte machen können, hieß es. Gleichwohl will man das Foyer besser belichten, die Toiletten renovieren und wenigstens im dortigen Gaststättenbereich neue Polsterstühle anschaffen. 100 Stück für 12000 bis 15000 Mark bekamen eine Mehrheit von 9 zu sechs Gegenstimmen.