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7.10.2022 : 11:34 : +0200

Aktuelle Meldungen / Presse Berichte

Pauken und Trompeten für das Geburtstagskind

Festzug zum 100jährigen Bestehen des Musikvereins Ehningen mit großer Beteiligung

EHNINGEN (mn). 20 Musikvereine, 14 Festwagen und insgesamt 47 Gruppen bildeten am Sonntag den großen Festumzug mit dem sich der Ehninger Musikverein anläßlich seines 100jährigen Jubiläums selbst beschenkt hatte. Bei strahlendem Festwetter und unter Beteiligung knapp 1000 Aktiver der verschiedenen Ehninger Vereine und Gastkapellen schlängelte sich der Jubiläumstroß an mehreren tausend Besuchern durch den Ort.

Punkt 13:15 Uhr setzte sich der bunte Zug mit der Startschüssen des Ehninger Büttels in Bewegung. Von der Eichendorffstrasse führte dieser zusammen mit dem Hornisten und Festreitern den Zug durch die Böblinger Strasse, Königstrasse und Talstrasse zur evangelischen Kirche an. Hier teilte sich der Zug. Während die mitlaufenden Musikkapellen sich ausgliederten und zu einem Gesamtchor zusammengestellt wurden, folgten die restlichen Zugteilnehmer der Schlossstrasse bis zur Festwiese, wo der Zug endete. Nachdem mit dem Ehninger Musikverein das Geburtstagskind die Kirche erreicht hatte, erklang aus hunderten von Klarinetten, Posaunen, Trompeten und Pauken verschiedene Musikstücke unter Leitung von Ehningens Dirigent Franz Watz und dem Kreisverbandsdirigenten, Josef Polster.

Viel Mühe und Sorgfalt hatten die Ehninger Vereine auf die Gestaltung ihrer Festwagen verwendet, die neben den Musikkapellen zu den Höhepunkten des Umzugs zählten. Zahlreiche alte Traktoren glänzten um die Wette, zogen die aufwendig dekorierten Wagen. Den Weg vom Korn zum Brot konnte man auf dem Wagen des landwirtschaftlichen Ortsvereins verfolgen. Und die sich anschließenden Landfrauen backen daraus frisches Brot.

"Schon vor 100 Jahren dabei", war das Motto des Liederkranzes, der, umgeben von Musikvereinen, stimmlich sein Bestes gab. Nicht gerade leise war auch der Zugbeitrag von Arbeitskreis Umwelt (AKU) und Katholischer Junger Gemeinde (KJG), die auf ihrem Wagen ihr zenjähriges Schrottsammeljubiläum feierten und dies mit zahlreichen Kochtopfdeckeln kundtaten. Die Pfadfinder präsentierten Impressionen aus dem Lagerleben, und als Scheichs und Indios verkleidete Mitglieder des Eine-Welt-Zentrums zogen mit ihrer Rikscha eine Weltkugel.

Fetten Schuhfang machte der Fischerverein, und der Nachwuchs der Ringer demonstrierte auf einem weiteren Wagen seine Mattenkünste. Die Vielfalt des örtlichen Angebots verteilte der Handels- und Gewerbeverein großzügig. Natürlich durften auch nicht die Ehninger Hexen fehlen, die sich ebenso mit einem Wagen am Zug beteiligten, wie der Heimatgeschichtsverein, der die Geschichte vom "Entabruater" darstellte. Musikalisch beteiligten sich auch der Handharmonikaverein und der Spielmannszug der Feuerwehr.

Einmaliges Ereignis

Doch nicht nur Festwagen und Gastkapellen, sondern auch verschiedene Fußgruppen wie Kunstkreis, Theaterkeller, verschiedene TSV-Abteilungen, Natur- und Gartenfreunde oder die Schützengilde ließen durch ihren Einsatz den Jubiläumsumzug zu einem buten und einmaligen Ereignis werden und dokumentierten nach Worten des Landtagsabgeordneten Wolfgang Rückert, wie hoch der Ehninger Musikverein im Ort angesehen ist.